Copyright -  Militärschiessverein Münchenstein
Als Schütze, Vorstandsmitglied des Militärschiessvereins und Vater dreier Kinder darf ich die Gelegenheit nutzen, einige persönlichen Gedanken über Jugendliche und Schiesssport mit Ihnen zu teilen. Wir leben in einer Zeit in der täglich mehr Informationen auf uns einwirken oder auch von uns verbreitet werden (facebook, twitter etc,) als viele von uns verarbeiten können. Auch wenn junge Menschen besser damit zurecht zu kommen scheinen als viele meiner Generation, habe ich doch den Eindruck, dass andere Fähigkeiten dafür immer weniger vorhanden sind. Geduld, Konzentration, Verantwortungsgefühl, verbale Kommunikation und auch Kollegialität scheinen in unserer Gesellschaft von Jahr zu Jahr weniger verbreitet. Sicherlich hatten bereits unsere Grosseltern eine ähnliche Meinung über die Generation unserer Eltern, aber mir scheint diese Spirale dreht sich immer schneller. Und wenn ich die Zeitung (ja, noch auf Papier) lese, habe ich angesichts der zunehmenden Gewaltbereitschaft von immer Jüngeren den Eindruck, dass wir hier die Folgen dieser Entwicklung erleben. Was hat das nun mit Jugendlichen und Schiesssport zu tun? Sollten wir nicht angesichts der zunehmenden Gewalt alle Waffen verbieten und unsere Kinder möglichst davon fernhalten? Ich bin nicht dieser Ansicht, im Gegenteil. Der Schiesssport lehrt Geduld und Konzentration durch erlebte Erfahrung und weniger durch Worte. Der Umgang mit einer Schusswaffe lehrt Verantwortung und dass man ihnen eine Waffe anvertraut bzw. den Umgang damit zutraut, stärkt das Selbstbewusstsein der Jugendlichen. Alles Eigenschaften die in der Schule wie im Leben förderlich sind. Den Militärschiessverein Münchenstein erlebe ich als ausgesprochen unmilitärisch, im besten Sinn. Menschen mit Freude am Schiesssport von 9 bis 99 Jahren beiderlei Geschlechts (mit relativem hohem Frauenanteil) und verschiedenster Nationalitäten ergeben eine Mischung die einfach Spass macht. Damit das auch noch lange so bleibt, bemühen wir uns natürlich besonders um unsere jungen Schützen. Richard Heyne